16.04.2018

In den App-Stores stehen heute viele Medizin- und Gesundheits-Apps zum Download bereit.

Gesundheits-Apps

Mediziner warnen vor Gesundheits-Apps, dass diese nicht den Rat eines Arztes ersetzen können. Insbesondere wenn die App ganz konkret Behandlungsempfehlungen gibt, sollten die User vorsichtig sein.


Die kleinen Programme versprechen viel: Sie messen den Puls, sie zählen Schritte, sie dokumentieren Allergien oder die Blutzuckermessungen, sie können Erkältungen identifizieren, an die Einnahme von Pillen erinnern oder hilfreiche Tipps bei der nächsten Migräneattacke geben. Sie alle sammeln Nutzerdaten.

Auf welchem Gerät die Apps laufen, ist bei den meisten nicht so wichtig

Diese Apps funktionieren nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch auf dem Tablet. Je nach Betriebssystem müssen User die App im entsprechenden Store herunterladen. Dabei gibt es heute drei Gruppen von Tablets, die jeweils ein anderes Betriebssystem haben: Apple iOS, Android von Google oder Microsoft Windows. Weitere Details und Tipps für den Kauf eines entsprechenden Tablets gibt die Seite Verivox.de. Dort kann jeder seinen idealen Begleiter finden. Dabei spielt nicht nur das Betriebssystem eine wichtige Rolle, sondern auch die Hardware in den Geräten. Wer gerne spielt oder häufig mehrere Programme gleichzeitig laufen hat, sollte auf einen schnellen Prozessor und genügend Arbeitsspeicher achten. So ist es dann möglich, mehrere Apps gleichzeitig zu verwenden, ohne sich mit der Geschwindigkeit herumärgern zu müssen.

App-Anbieter versprechen einen medizinischen Nutzen

Im Jahr 2016 hat das Bundesgesundheitsministerium eine Untersuchung veröffentlicht, die „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps“ beleuchtet hat. Experten waren sich zu diesem Zeitpunkt einig, dass diese Apps theoretisch Chancen in der Anwendung haben. Bei allen fehlte jedoch der Nachweis des medizinischen Nutzens. Den sollten User nicht überbewerten. Allerdings gibt es auch viele Ratgeberbücher und -seiten im Internet, deren medizinischer Nutzen nicht wissenschaftlich belegt ist. Solange die App keine ganz konkreten Behandlungsschritte vorschreibt, ist sie zumindest nicht gefährlich für den Nutzer. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, kurz IQWIG, hat eine App herausgebracht, „MedBusters“, die wissenschaftsbasierte Gesundheitsinformationen liefert. Damit will das Institut mit leuchtendem Beispiel vorangehen, anstatt gegen die vermeintlichen Gesundheitsapps vorzugehen, nach dem Motto: Qualität setzt sich durch.

Gesundheits Apps

Kritisch wird es bei Nutzenversprechen

Sobald ein Hersteller einen konkreten medizinischen Nutzen bei der Anwendung seiner App verspricht, muss dieser Nutzen auch bewiesen sein. Das gilt insbesondere dann, wenn ein Arzt oder die Krankenkasse die App empfehlen oder sogar die Kosten dafür übernehmen. Für Ärzte ist es gerade in letzterem Fall wichtig, dass die Krankenkassen dann die gleichen Maßstäbe ansetzen, die auch für andere Behandlungen und Kassenleistungen gelten. Einige Apps sind heute schon offiziell als „Medizinprodukt“ eingestuft, doch die Nutzennachweise sind noch unzureichend. Eigentlich sagt die Einstufung „Medizinprodukt“ nur aus, dass eine App keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit darstellt.

 

Was Gesundheits-Apps außerdem problematisch macht

Die meisten Gesundheits-Apps sammeln Nutzerinformationen. Dabei sammeln sie auch viele Informationen, die für die Funktion der Applikation überhaupt nicht notwendig sind. Was anschließend mit den Daten geschieht, darüber hat der Nutzer keine Kontrolle. Der Grund für die umfangreiche Datensammlung ist meist, ein sehr detailliertes Nutzerprofil erstellen zu können. Mit diesen Daten machen die Hersteller dann Geschäfte. Ein Horror-Szenario wäre beispielsweise: Der Anbieter einer Fitness-App verkauft die Daten seiner unsportlichen Mitglieder heimlich an eine private Krankenversicherung. Diese wiederum bietet ihrem Versicherten dann einen teureren Tarif an, ohne dass dieser das überhaupt merkt. Auch für die gesetzlichen Krankenversicherungen könnten sich diese Informationen lohnen. Sie können aufgrund der Informationen entscheiden, ob sie einem Mitglied einen Bonus anbieten oder nicht. Auf Reisen kann diese Informationsflut negative Folgen haben. Die US-Einwanderungsbehörden beispielsweise untersuchen regelmäßig die elektronischen Geräte der Einreisenden.

Gesundheits Apps

Wellness-Apps, Fitness-Apps, Gesundheits-Apps

Bei den Wellness- und Fitness-Apps sammeln die Hersteller weniger brisante Daten, wie Alter, Gewicht und Körpergröße. Sobald eine Gesundheits-App auch im Einsatz ist, um Diagnose und Therapie zu unterstützen, ist Datenschutz ein wichtiges Thema. Im Fall von Wellness- und Fitness-Apps ist es ausreichend, wenn der Hersteller über die Verwendung der Daten aufklärt und der Nutzer dem zustimmt. Für Medizin-Apps fordert der Datenschutzbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz Dr. Dieter Kugelmann mehr Transparenz und Sicherheit, eine Art TÜV könnte hier Abhilfe schaffen, beispielsweise mit einem Gütesiegel. Dieses Gütesiegel könnte dann sowohl den medizinischen Nutzen wie auch den Daten- und Verbraucherschutz garantieren.

Marktwächter von der Verbraucherzentrale NRW warnen

Im Frühjahr 2017 haben die Marktwächter, ein Team der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Fitness-Apps, Fitness-Armbänder und Smartwatches getestet. Sie kamen zu dem Schluss, dass es den Nutzern fast unmöglich ist, die Kontrolle über Datensammlung und Datennutzung zu behalten. Etwa 75 Prozent der Apps sendeten Nutzerdaten beispielsweise an Werbetreibende weiter, ohne die Nutzer ausreichend darüber zu informieren.

Vorsichtiger Umgang empfohlen

Bei Gesundheits-Apps empfehlen die Experten, nicht nur auf den Preis zu achten. Eine günstige App bezahlen die Nutzer im Zweifel mit ihren Daten. Bei vergleichbaren Angeboten sollten die Nutzer auf die Zugriffsberechtigungen achten und die App wählen, die die wenigsten Zugriffsberechtigungen erfordert. Sind zwei Apps vergleichbar, sollte auch erkennbar sein, warum ein Hersteller bestimmte Daten abfragt und der andere nicht. Viele Verbraucher sind deswegen besorgt, wie repräsentative Verbraucherbefragungen zeigen. 78 Prozent stört es, wenn sie keine Kontrolle über die persönlichen Informationen haben. Für viele wäre eine Datennutzung beispielsweise bei Arbeitgeber-Bonusprogrammen akzeptabel, das sagten zumindest 44 Prozent der Befragten. Wenn es um die Erhöhung des eigenen Krankenkassentarifs ging, fanden das nur noch 13 Prozent akzeptabel.

Wichtig ist, dass sich Nutzer von diesen Applikationen fragen, ob die App wirklich sinnvoll ist oder vielleicht nur eine Spielerei. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie viel er von sich preisgeben möchte und ob ihn passgenaue Werbeeinblendungen eher stören oder nicht.

 

Bildnachweise:

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Autor des Artikels ist Gratis-App.com.


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Gesundheits-Apps

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